Stromerzeugung 1. Quartal 2022

Die Stromerzeugung aus Sonne, Wind, Biomasse und Wasser betrug im 1. Quartal 2022 53,8 % im Verhältnis zum Nettostromverbrauch. Dabei erzeugten die Windkraftanlagen fast so viel Strom wie Braunkohle,- Steinkohle- und Atomkraftwerke zusammen. Die Monate Januar und Februar waren sehr Windstark und der März war mit viel Sonnenstunden gesegnet. Nettostromverbrauch ist der Strom, der aus der Steckdose kommt. Erstaunlich war der hohe Exportüberschuss mit 13,8 TWh ist gleich 10,3 %. der Stromerzeugung. Das ist mehr als das dreifache der Atomstromproduktion. Deutschland hatte im Februar nur von den Ländern Norwegen, Schweden und Dänemark einen Importüberschuss, bei allen anderen Nachbarländern (auch Frankreich und Tschechien) hatten wir einen Exportüberschuss. Der Exportüberschuss war deshalb so hoch, weil in den meisten Nachbarländer der Börsenstrompreis teuerer war als hierzulande. Der Spotmarktpreis an der Strombörse (Day ahead Preis) erreichte im März mit ca. 25 Cent je kWh einen neuen Rekord. Im Januar lag der Preis bei 16,77 Cent und im Febraur wegen der Sturmtiefs bei 12,88 Cent. Im März war die Windstromproduktion relativ schwach, deshalb der hohe Börsenstrompreis. Viel Windstrom senkt den Strompreis.

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