Stromproduktion März 2023

58,5 % des Nettostromverbrauchs (nicht Bruttostromverbrauch) wurden im März 2023 mit Wind, Sonne etc. erzeugt. Das ist ein Spitzenwert. Im I/23 waren es 55 % und damit 4 % mehr als noch von einem Jahr. Die Windenergieanlagen erzeugten im März fast doppelt soviel Strom wie die Braunkohlekraftwerke. Deren Anteil ging im I/23 um 9 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Der Solarstrom war aber schwächer. Im März wie auch schon im Februar war die Solarstromproduktion um 1/3 geringer als im Vorjahr. Aber das glich der gute Wind wieder aus. Interessant ist der starke Rückgang des Stromverbrauchs. Dieser war im I/23 um 7,5 % niedriger als im Vorjahr. Wegen des höheren Strompreises wurde kräftig gespart. Auch im März, wie auch im I/23 hatten wir einen wesentlich höheren Exportüberschuss als die Atomstromproduktion. Durch den kräftigen Wind liegt der Börsenstrompreis im März bei 10.2 Cent/kWh, ca. die Hälfte als noch vor einem Jahr. Viele Skeptiker hatten im I/23 mit ziemlicher Sicherheit einen Stromblackout vorhergesagt, aber genau das Gegenteil ist eingetreten. Das Stromnetz war so sicher wie immer.

Ein Kommentar zu “Stromproduktion März 2023

  1. Lieber Josef,

    das ist ja alles hochinteressant – vor allem die Einsparung . Kann man
    sagen, dass die Leistung von Isar 2 eigentlich „weggespart“ wurde? Nach
    meiner Erinnerung liefert Isar 2 pro Monat rund 1 Milliarde
    Kilowattstunden. Stimmt das? Wenn jetzt pro Monat rund 8% weniger Strom
    verbraucht wurde, dann wären das ja wohl mehr als die Leistung von Isar
    2. Was leisten eigeantlich die beiden anderen noch laufenden AKWs?

    Mich würde auch noch interessierten, ob beim Gas auch ein Einspareffekt
    feststellbar ist. Wo kann man dazu was erfahren?

    Ich möchte da nach Ostern was dazu schreiben inmeinem Blog
    „kompass-orange“ schreiben.  Vielleicht kannst du bei Gelegenheit
    (pressiert nicht) meine Überlegungen prüfen.

    Viele Grüße

    Bernhard

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