Stromproduktion September 2023

Der September 2023 war natürlich ein Solarmonat. Die PV-Anlagen erzeugten im September den meisten Strom, vor Windenergieanlagen und Kohlekraftwerken. Insgesamt wurden im September 2023 52,38 % unseres Nettostromverbrauchs mit Erneuerbare Energien erzeugt. Gegenüber dem September 2022 stieg der Solarstrom um 33,5 %. Durch die vielen Sonnenstunden war der September ein schwacher Windmonat. Deshalb erzeugten die Windanlagen 18,5 % weniger Strom als ein Jahr zuvor. Besonders stark ging der Kohlestrom mit 29,3 % zurück. Die anderen Energieträger blieben in etwa gleich. Der Stromverbrauch ging gegenüber dem September 2022 um 7,3 % zurück. Durch den geringen Windstrom stieg der Spotmarktpreis an der Börse auf 10 Cent je kWh. Das bedeutet, dass der Marktwertpreis für Solar- und Windstrom bei ca. 8 Cent/kWh liegen wird.

In den ersten 9 Monaten wurden 10,3 TWh Strom nach Frankreich exportiert und 9,0 TWh importiert. Gegenüber Frankreich hatten wir somit einen Exportüberschuss von 1,3 TWh Strom. Der überaus meiste Strom wurde von Dänemark importiert mit einem Importüberschuss von 9,9 TWh. Gegenüber Frankreich wird der Saldo oft falsch dargestellt, weil eine große Menge französischen Strom durch Deutschland in die Schweiz und von dort nach Italien durchgeleitet wird. Dieser Strom wird also nicht in Deutschland verbraucht und ist deshalb bei meinen Zahlen nicht berücksichtigt. Andere rechnen diesen Strom als Import von Frankreich und kommen dann zu dem Schluss, dass wir gegenüber Frankreich einen Importüberschuss haben.

3 Kommentare zu „Stromproduktion September 2023

  1. Warum wird denn der Strom aus Frankreich über Deutschland und dann durch die Schweiz nach Italien exportiert? Wo doch die beiden Länder direkte Nachbarn sind.

    1. So lange dafür Netzentgelte fällig werden kann’s uns egal sein 🙂

      Aber sehr interessant zu wissen, endlich ein Argument gegen den ‚Import von Atomstrom‘ aus Frankreich. Da musste ich bisher immer etwas passen

    2. Italien und Frankreich sind zwar direkte Nachbarn, haben es bisher aber nicht geschafft die Stromnetze auszubauen. Deshalb wird auf das deutsche und schweizerische Stromnetz zugegriffen. Es ist aber eine neue Leitung geplant. Wann die fertig wird, ist nicht bekannt.

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