Stromproduktion Mai 2024

Grafik: Erzeugung der einzelnen Bereiche

Auffallend für den Mai 2024 ist der geringe Stromverbrauch mit 35,88 TWh. Seit 2021, seit ich die Veröffentlichung der Stromproduktion mache, war der Stromverbrauch noch nie so niedrig. Im Durchschnitt für die Sommermonate ca. 10 % niedriger als früher. Es wird also Strom gespart, wobei mittlerweile ca. eine TWh des Solarstroms selbst genutzt wird (Eigenverbrauch) und deshalb beim Stromverbrauch nicht enthalten ist. Das führt dazu, dass der Anteil der Erneuerbaren gleichzeitig steigt, auch wenn, wie jetzt im Mai, die absoluten Werte gegenüber dem Vorjahresmonat gleichblieben. Im Mai war jetzt der Solarstrom die wichtigste Stromerzeugungsart. Obwohl der Mai von der Sonneneinstrahlung ca. 10 % schlechter war als im Vorjahr, erhöhte sich aber die Solarstromproduktion von 8,15 TWh auf 8,68 TWh, weil 2023 14 GW PV dazu gebaut wurde. Der Windstrom nahm im Mai von 8,22 TWh auf 7,71 TWh ab. Wasserkraft legte leicht zu, dass ist auf Grund der nassen Monate kein Wunder. Da der Kohlestrom die teuerste Stromerzeugungsart ist, nahm dieser gegenüber dem Vorjahr weiter um 14 % ab. Da es in Europa derzeit einen Stromüberschuss gibt und dadurch der Strom billig ist, wurde der Rückgang des Kohlestroms durch Importe, vor allem aus Dänemark und Frankreich ersetzt. Auffallend dabei ist, dass jetzt auch die französischen AKW’s in Zeiten vom Stromüberschuss ihre Anlagen runterregeln müssen. Der Börsenstrompreis pendelte sich im Mai auf 6,7 Cent je kWh ein. Auch der Anteil des erneuerbaren Stroms am Nettostromverbrauch, liegt in diesem Jahr stabil bei über 60 %. Sollte mal ein richtig, sonniger Monat kommen, könnten die PV-Anlagen in einem Monat 10 TWh Strom erzeugen und damit ca. 27 % des Nettostromverbrauchs. Es bleibt spannend.

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