
In der Grafik (Marktfoschung Bloomberg NEF) ist die Preisentwicklung von Batteriezellen dargestellt.
Batteriezellen sind das Herzstück einer Batterie. In der Batteriezelle sind die Speichermaterialien verbaut. Bei der Kathode (Pluspol) sind es Nickel, Mangan und Kobalt (NMC), oder Eisenphosphat (LFP). Bei der Anode (Minuspol) ist es im wesentlichen Graphit. Die Kosten der Batteriezelle an der gesamten Batterie betragen zwischen 35 und 50 %. Bisher ist man davon ausgegangen, dass mit der Zunahme der E-Mobilität sowie der Strom-Speicher diese Rohstoffe knapp werden und damit teuer bleiben. Aber genau das Gegenteil ist in den letzten 18 Monaten in China eingetreten. Die Preise für die Batteriezellen haben sich halbiert. Bei den LFP (Lithium-Eisenphosphat) auf 53 US-Dollar pro Kilowattstunde. Dementsprechend verbilligt sich auch die ganze Batterie. Das führt derzeit dazu, dass in China bereits zweidrittel der E-Autos bei der Anschaffung nicht mehr teurer sind als entsprechende Verbrenner-Autos. Weil E-Autos im Unterhalt günstiger sind, haben Verbrenner-Autos keine Zukunft. Beim Thema Stromspeicher ist diese Entwicklung auch bei uns schon angekommen, bei den E-Autos wird sich diese Entwicklung in nächster Zeit auswirken.
Die Gründe für den massiven Preisrückgang sind die gesunkenen Rohstoffkosten sowie die massive Forschung, Entwicklung, Automatisierung und zusätzliche Fabriken von Chinas Batterie-Champions CATL und BYD. Hier werden in rasanten Tempo neue Produkte auf dem Markt gebracht.
All diese Faktoren werden dazu führen, dass die niedrigen Preise die nächsten Jahre anhalten werden. Für uns in Europa bedeutet es, dass wir von China massiv abhängig bleiben. Auch der Autoabsatz in den sogenannten Entwicklungsländern (z.B. Afrika) wird sich auf die E-Autos konzentrieren. Wenn sie bei der Anschaffung nicht mehr teurer sind, aber die Energie durch Solarstrom selber herstellen können brauchen diese Länder kein teures Öl mehr zukaufen. Äthiopien hat bereits mit dem Verbrenner-Aus begonnen.