
In der Grafik ist die Stromproduktion im Oktober 2024 dargestellt.
In der letzten Oktober Woche hatten wir seit langem wieder eine sogenannte Dunkelflaute. Also eine Zeit mit wenig Wind und wenig Sonnenschein. Das führte dazu, dass in der letzten Oktober Woche der Anteil des grünen Stroms auf 40 % zurückfiel. Für den gesamten Oktober lag der Erneuerbare Stromanteil bei 50,50 % vom Nettostromverbrauch, der niedrigste Monat im Jahr 2024. Ausschlaggebend war die um 33 % gesunkene Windstromproduktion gegenüber den Vorjahreswert. Solar,-Biomasse- Wasser und Erdgasstrom blieben gleich. Ausgeglichen wurde der geringere Windstrom durch eine Steigerung des Kohlestroms um 6,5 % sowie den Import von Strom aus Dänemark und Frankreich über den europäischen Stromhandel. Das bedeutet nicht, das wir vom Ausland abhängig sind, sondern das in diesen Ländern der Strom günstiger war als unserer Kohle- oder Erdgasstrom. Deshalb blieb der Strompreis an der Börse mit 8,6 Cent je kWh ziemlich gleich.
Der Strompreis für die Verbraucher wird sich 2025 wieder verbilligen. So werden sich die Strombeschaffungskosten für die Stromanbieter deutlich reduzieren (minus 20 %) und die Bayernwerke haben angekündigt, dass sich die Netzentgelte um 11 % verringern. Steuern und Abgaben verringern sich beim Bruttopreis ebenso, beim Nettopreis steigen sie leicht. Betriebe mit einem größeren Verbrauch können 2025 den Strom für 20 bis 24 Cent/kWh netto einkaufen. Privatverbraucher die einen günstigen Anbieter auswählen liegen bei brutto 30 Cent.
Strom ist 2025 genauso billig wie 2021, als noch 6 Atomkraftwerke Strom erzeugten und genauso sicher. Die Zeiten des Stromausfalls betrugen vor 10 Jahren 19 Stunden im Jahr, 2023 waren es 13 Stunden. Es wurde wieder festgestellt, dass Deutschland das sicherste Stromnetz mit den wenigsten Störungen in Europa hat.