
Der Oktober 2024 war sehr windschwach und dadurch lag der Anteil des Grünstroms bei knapp über 50 %. Das führte dazu, dass der Strompreis an der Börse ein Jahreshoch erreichte. Der allgemeine Spotmarktpreis lag bei 8,61 Cent je kWh. Marktwert Solar stieg auf 6,75 Cent und Windstrom auf 6,82 Cent. Das der Strompreis für Solar im Winter steigt, ist normal, weil in der Mittagszeit der Stromverbrauch am höchsten ist und die PV-Anlagen in dieser Jahreszeit weniger produzieren.
Zwei Wochen dauert jetzt schon die Dunkelflaute. Eine Zeit, wo wenig Wind weht und fast keine Sonne scheint. Immerhin erzeugten in den letzten Tagen die Windanlagen an der Nordseeküste und die Anlagen im Meer draußen doch ordentlich Strom. Sie liefen auf 35 % Volllast. Aber insgesamt erzeugten die Erneuerbaren im November bisher nur 30 % Anteil am Verbrauch. Die Frage ist, was machen wir dann, wenn wir keine Kohlekraftwerke mehr haben.
Einmal ist vorgesehen, dass sich die Windkraftleistung, wie auch die Solarleistung bis 2045 vervierfacht. Wenn sich der Verbrauch bis dahin verdoppelt, beträgt in so einem Fall der Anteil der Erneuerbaren ca. 60 %. Der Rest muss dann über Kraftwerke erzeugt werden, die mit Wasserstoff betrieben werden und ja in so besonderen Zeiten wird man auch auf Stromimporte zurückgreifen.