Dunkelflaute in November nicht schlimm

Grafik: Erträge November von Vestas V-162

Ende Oktober bis Mitte November hat wir eine sogenannte Dunkelflaute (wenig Wind, Nebel, keine Sonne) wie seit drei Jahren nicht mehr. In den Medien wird deshalb mental gegen die Energiewende hergezogen. Ehrlich gesagt, war ich selber in Sorge. Aber wie schlimm war jetzt diese Dunkelflaute, die seit 14.11. zu Ende ist, wirklich?

Schauen wir uns mal die Erträge (s. Grafik) von unseren drei neuesten Windenergieanlagen (je 5,6 MW, 166 m Nabenhöhe, 162 m Flügeldurchmesser) an, die Ende September 2024 in Betrieb gegangen sind. Die hatten in den ersten zwei Wochen im November 50 % des Normalertrages erreicht. Ältere Anlagen mit 100 m Nabenhöhe erreichten in der Nachbarschaft nur 25 % des Normalertrages. Also die Nabenhöhe und der Rotordurchmesser sind für den Ertrag entscheidend. Das bedeutet, mit den neuen, großen Anlagen und nur solche werden in Zukunft gebaut, kommen wir auch über eine Dunkelflaute von zwei bis drei Wochen hinweg. Wenn die Anlagenanzahl um das Dreifache zunimmt, kommen wir auch bei doppelten Verbrauch über die Runden. Das hat mich selbst überrascht. Ende November werden wir unsere geplanten Erträge sogar übertreffen. Die jetzt neu geplanten Anlagen haben sogar eine Nabenhöhe bis 199 m.

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