Leserbrief Politischer Teil:
Isar 2: Betreiber widerspricht Söder. Tagblatt, Seite 10 vom 20. November 2024
AKW-Strom zu teuer
Die Forderung von Söder und Aiwanger zum Weiterbetrieb vom AKW Isar 2 ist nur Wählertäuschung und Ablenkung aus dem eigenen Versagen, Bayern bis 2040 klimaneutral zu machen. Sie wissen ganz genau, dass dies aus mehreren Gründen nicht möglich ist. Es findet sich kein Betreiber, welcher das wirtschaftliche Risiko eingeht. Bis eine neue Genehmigung vorliegt dauert es mind. 10 Jahre und eine anschließende Ertüchtigung auf den neuesten Stand weitere 15 Jahre. Bis dahin ist die Energiewende abgeschlossen. Auch für eine sichere Stromversorgung bringen sie nichts. Atomstrom verstopft das Stromnetz und kann weder kurzfristig noch mittelfristig flexible Gaskraftwerke oder in Zukunft Wasserstoffkraftwerke sowie chemische Großspeicher ersetzen, weil sie nicht flexibel genug gefahren werden können. Es gäbe sogar mehr Eingriffe in das Stromnetz und würde den Strom teurer machen. Inflationsbereinigt ist 2025 unser Strom mittlerweile billiger als 2021, also vor der Krise. Die CSU hat den Ausstieg aus der Atomkraft 2013 beschlossen und unser Stromnetz, mit fast 60 % grünen Strom ist jetzt das sicherste in ganz Europa. In Deutschland sind derzeit 160 GW Großspeicher geplant, das ist so viel wie die Bundesregierung 2045 haben möchte. Statt Milliarden Subventionen an Isar 2 zu vergeben, sollte die bayerische Staatsregierung lieber eine Tochtergesellschaft gründen und mit dieser 300 Windräder in den eigenen Staatsforsten bauen und hier die Bürger beteiligen. Katastrophaler Fehler von Söder und Aiwanger war die Zustimmung unsere Energiespeicher an Putin zu verkaufen und uns von Putin abhängig zu machen. Hier bräuchte es eine Entschuldigung an die Bevölkerung.