Stromproduktion November 2024

Grafik: Stromproduktion November 2024

Die Stromerzeugung im November 2024 fiel aus den bisherigen Rahmen. Der Anteil der Erneuerbaren betrug nur 46,1 % vom Nettostromverbrauch. Das war der schwächste Monat in diesem Jahr. Schuld daran war die Dunkelflaute in der ersten Novemberhälfte, gerade die KW 45. Die zweite Novemberhälfte war wieder normal, konnte aber die geringere Erzeugung in der erste Hälfte nicht mehr aufholen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ging vor allem die Windstromproduktion von 16,25 TWh auf 12,47 TWh zurück, also ein Minus von 23 %. Die Solarstromproduktion blieb gleich, obwohl der Bestand an PV-Anlagen kräftig zugenommen hat. Auch Biomasse- und Wasserkraftstrom ging leicht zurück. Ausgeglichen wurde dies vor allem durch mehr Erdgasstrom (+ 30 %). Auch der Kohlestrom nahm leicht zu. Die Stromimport-Überschuss betrug 2,9 %.

Durch den geringen erneuerbaren Stromanteil stieg der Börsenstrompreis auf 11,4 Cent/kWh. Dadurch, dass mehr Erdgas verbraucht wurde, stieg auch der Großhandelspreis für Erdgas auf 4,5 Cent/kWh. Das bedeutet, wenn ein Erdgaskraftwerk einen Wirkungsgrad von 45 % hat, betragen nur die Brennstoffkosten je kWh Erdgasstrom 10 Cent. Hinzu kommt noch der CO2 Preis und die Fixkosten, so dass hier Stromerzeugungskosten von ca. 14 Cent entstehen. Vor der Energiekrise lag der Großhandelspreis beim Erdgas bei 1,5 Cent/kWh. Da aber Gas-Kraftwerke sehr flexibel sind, brauchen wir sie, solange es nicht genug Speicher gibt. Fracking-Flüssiggas ist einfach teurer als das Gas von Putin. Deshalb müssen wir so schnell wie möglich den Erdgasverbrauch reduzieren. Im Heizungsbereich ist es am einfachsten.

Hinterlasse einen Kommentar