Windenergie nimmt Fahrt auf

Um eine Windenergieanlage bauen zu können, braucht man zunächst eine Baugenehmigung. Danach muss man an einer Ausschreibung bei der Bundesnetzagentur teilnehmen, um einen Zuschlag zu erhalten. Nach Bekanntgabe des Zuschlags muss man die Windenergieanlage innerhalb von 30 Monaten bauen. Schon bei der Teilnahme muss man eine Sicherheit in Höhe von 30 € je kW (ca. 180.000 €) hinterlegen, damit die Anlage auch tatsächlich gebaut wird. Die Ausschreibungen finden viermal im Jahr statt.

2024 erhielten nun 1.918 Anlagen mit einer Leistung von 10.996 MW einen Zuschlag. So viel Leistung wie noch nie in einem Jahr. Die meisten Zuschläge fielen auf Nordrhein-Westfalen. Bayern ist ganz am Ende dabei. Der durchschnittliche Zuschlagswert betrug 7,26 Cent je kWh. Der Zuschlag ist alsso deutlich höher als bei den Solarausschreibungen mit ca. 5 Cent. Die durchschnittliche Leistung einer Anlage beträgt 5,73 Megawatt. Diese 1.918 Anlagen werden im Jahr über 26 TWh Strom erzeugen, also 5 % des jetzigen Verbrauchs. Wichtig ist vor allem, dass diese neuen, hohen Anlagen auch in sogenannten Dunkelflauten noch Strom liefern.

Das sind aber nur die Anlagen auf Land (onshore). Offshore werden jährlich auch noch ca. 400 Anlagen mit 3.500 MW gebaut. Diese erzeugen jährlich ca. 2,5 % unseres jetzigen Stromverbrauchs.

Im Vergleich werden in diesem Jahr ca. 15.000 MW PV-Anlagen gebaut und diese erzeugen 15 TWh Strom, also 3 % den Stromverbrauchs.

Der Zubau an Wind und PV ist in den nächsten Jahren also gigantisch. Deshalb kommt jetzt der Zubau von chemischen Groß-Speichern. 160 GWh sind in der Pipeline. Damit könnte man den Stromverbrauch in Deutschland 3 Stunden lang komplett zu 100 % abdecken.

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