4. Lüge – Atomkraftwerke

Bild: Bericht französischer Rechnungshof. Er ist es wert zu lesen.

Können neue Atomkraftwerke unser Energieproblem lösen, wie manche Politiker behaupten. Hier die Zahlen: Von 2011 (Fukushima) bis 2024 wurden in Europa 37 Atomkraftwerke stillgelegt, bis Ende 2030 (20 Jahre) werden es 52 sein. Die meisten AKWs wurden in Großbritannien (18 Stück) stillgelegt. In der gleichen Zeit werden fünf neue AKW in Betrieb gehen. Also ein Rückgang um 47 AKWs. Ende 2024 sind von den 114 verbliebenen AKW’s 59 schon älter als 40 Jahren, also der normalen Nutzungsdauer. Diese werden in den nächsten Jahren auch stillgelegt. Ein Neubau braucht mit Planungszeit 15 bis 20 Jahre. Es entsteht somit eine Lücke in der Stromversorgung Europas, der nur durch den Zubau von Solar- und Windanlagen aufgefangen werden kann.

Also Lösung werden kleinere AKWs genannt, sogenannte SMR(Small-Modular-Reactor). Das Problem dabei, da gibt es nur technische Entwürfe, also keine Genehmigungen und auch keine Prototypen. In den USA und Frankreich wurden Projekte abgesagt, weil die Stromerzeugungskosten zu teuer werden.

Auch die Kernfusion wird genannt. Das bedeutet, es werden die schweren Wasserstoffatome Deuterium und Tritium zu Helium verschmolzen und dabei wird Energie frei. Dazu braucht man eine Hitze von 100 Millionen Grad, also heißer als die Sonne. Auch hier wird der Strom nicht günstiger als mit AKWs. Sie forschen seit 50 Jahren an der Kernfusion, kommen aber nicht wirklich weiter. Vielleicht in 50 Jahren könnte so ein Fusionsreaktor entstehen.

Auch der Dual-Fluid-Reaktor (soll Atommüll verbrennen) wird genannt, aber möchte ich gar nicht eingehen, denn der ist noch weiter von einer Verwirklichung entfernt.

Es gibt also nur die Lösung, die wir kennen, die auch funktioniert und günstig ist, Sonne und Wind (wobei Biomasse und Wasser unter die Sonne fällt).

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