
Grafik: Stromerzeugung Spanien KW 18 mit Blackout
Am Montag, 28.04.2025 12.34 Uhr kam es in Spanien und Portugal zu einem Blackout der Stromversorgung. Im ganzen spanischen Festland und durch den Stromverbund auch im benachbarten Portugal und einen Teil Südfrankreich. Nachdem die Stromversorgung nach 12 Stunden wieder weitgehendst hergestellt ist, wird über die Ursachen spekuliert. In Spanien ist das Stromnetz schwach und außerdem am Ende des europäischen Stromverbunds. Es gab um diese Zeit im Landesinneren extrem, heiße Temperaturen. Man vermutet, dass induzierte atmosphärische Vibrationen, die schwachen 400 kV Höchststromleitungen zum Zusammenbruch brachten. Vielleicht war es aber auch Sabotage, ein Cyberangriff oder menschliches Versagen bei Schalthandlungen. Wir dürfen gespannt sein.
Interessant ist aber die Tatsache, dass beim Wiederherstellen der Stromversorgung die Erneuerbaren Energien einen wichtigen Beitrag leisteten. Zusammen mit Gaskraftwerken wurden sie nacheinander zugeschaltet und stabilisierten so das Stromnetz. Die drei Atomkraftwerke blieben in dieser Zeit im Notstrombetrieb und speisten keinen Strom ein. Damit Atomkraftwerke vom Notbetrieb wieder die volle Leistung erzeugen kann, dauert es bis zu drei Tage. Deshalb sind die großen Kraftwerke für das Wiederherstellen des Stromnetzes ungeeignet. Schön in der Grafik zu sehen.
Im Gegensatz zu Deutschland, liegt der höchste Stromverbrauch in Spanien um 21.30 Uhr, als spät abends. In der Mittagszeit nimmt der Stromverbrauch rasch ab, weil die Spanier hier ihre Siesta (Mittagsruhe) machen.
In Deutschland ist laut Bundesnetzagentur ein großflächiger, langanhaltender Blackout unwahrscheinlich. Das elektrische Energieversorgungssystem ist redundant ausgelegt und ist in den europäischen Stromverbund sehr gut eingebunden. Deutschland hat das sicherste Stromnetz mit den geringsten Ausfällen, dafür aber auch das Teuerste.