Stromproduktion Juni 2025

Grafik: Säulendiagramm Stromproduktion Juni

Wieder ein neuer Rekord. Die Erneuerbaren erzeugten im Juni 2025 73,1 % (Vorjahresmonat 57,9 %) des Nettostromverbrauchs. In der letzten Juni Woche waren es sogar 77 % und kein Blackout. Maßgeblich dafür war der ungewöhnlich, hohe Windstromanteil im Juni. Wir hatten einen ordentlichen Wind, fast vergleichbar mit einem Wintermonat. Sonne und Wind erzeugten gemeinsam 68 %. Auch der Solarstrom erreichte mit einem Anteil von 33.9 % einen neuen Rekord. So einen Monat gab es noch nie. Der Kohlestromanteil betrug nur 13,7 % und der Erdgasanteil 6,8 %. Das Fazit daraus, unser Stromnetz verträgt 80 % sauberen Strom und jetzt werden erst die Stromnetze richtig ausgebaut. Wenn wir mit Stromspeicher die Mittagsspitzen in die Abendstunden verlegen können, sind wir mit einem beschleunigten Netzausbau auf einen sehr guten Weg.

Da wir einen hohen Anteil an sauberen Strom hatten, fiel der Börsenstrompreis auf ein Jahrestief von 6,4 Cent je kWh. Ebenfalls hatten wir dadurch an insgesamt 141 Stunden einen negativen Strompreis (Spotmarkt) an der Börse.

Der Juni 2025 war insgesamt wieder zu warm, zu trocken und außergewöhnlich sonnig. Sorgen bereitet mir die mangelnde Elektrifizierung der Mobilität und im Wärmebereich. Hier geht alles zu langsam. Fast alles muss elektrisch werden und wir müssen weg vom Verbrennen von Öl, Gas und Kohle. Am besten schon gestern.

2 Kommentare zu „Stromproduktion Juni 2025

  1. Leider kommt jetz die Rolle Rückwarts a la Altmaier 2012…….Wenn man sich die Nachrichten/ Kommentare um die Frau Reiche so anschaut.

    Man hätte ja ausreichend Zeit gehabt lokale Akkupakete zu installieren, wenn der Lobbyismus nicht über alles herrschen würde.

    1. hallo Helmut, ja, das befürchte ich auch. Zum Glück sind wir schon so weit. Reiche setzt wohl auf Gaskraftwerke mit CO2 Abscheidung und auf Zukauf von Zertifikaten, also Ablashandel.
      Ich hoffe das die Klagen beim Bundesverfassungsgericht Druck auf die neue Regierung bringt.
      Mach’s gut.
      Josef

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