
Grafik: Entwicklung Spotmarktpreise – Solarstrom mit kräftigen Preissprung
Völlig überraschend haben die Spotmarktpreise im Juli einen kräftigen Sprung nach oben gemacht. Besonders deutlich zeigte sich dies beim Marktwert für Solarstrom: Er stieg von 1,84 Cent/kWh im Juni 2025 auf 5,92 Cent im Juli. Hauptursache war die ungewöhnlich geringe Sonneneinstrahlung, die zu einer unterdurchschnittlichen solaren Stromerzeugung führte. In der Folge legte auch der Marktwert für Windstrom auf 8,17 Cent/kWh zu, während der allgemeine Spotmarktpreis auf 8,78 Cent kletterte – rund zwei Cent mehr als im Vorjahresmonat. Bemerkenswert ist dabei, dass der Anteil der erneuerbaren Stromerzeugung mit 58 % am Nettostromverbrauch auf demselben Niveau wie im Juli des Vorjahres lag. Zudem gab es nur an wenigen Tagen (zwölf Stunden) mit negativen Strompreisen.
Für den August zeichnet sich jedoch ein völlig anderes Bild ab: Die Regenperiode ist vorbei, der Hochsommer mit Temperaturen über 30 Grad hat Einzug gehalten und dürfte bis mindestens zur Monatsmitte andauern. Dadurch wird der Anteil der erneuerbaren Energien am Nettostromverbrauch voraussichtlich auf etwa 70 % steigen, was wiederum den Börsenstrompreis auf das Juni-Niveau sinken lassen dürfte.
Verglichen mit Südeuropa – etwa Italien, Spanien, Griechenland oder der Türkei – wo die Temperaturen derzeit bei über 40 Grad liegen, mit riesigen Waldbränden, haben wir allerdings noch keinen Grund zur Klage.