Stromproduktion im September 2025

Grafik: Stromproduktion in Säulen dargestellt

Der September 2025 war ein windreicher Monat und wies eine durchschnittliche Sonneneinstrahlung auf. Die Windkraftanlagen erzeugten 12,08 TWh, ein Anstieg von 12 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Windstromanteil am Nettostromverbrauch betrug somit 32,5 %. Auch die Photovoltaikanlagen produzierten mit 6,71 TWh, 5,8 % mehr Strom als im Vorjahr. Dieser Zuwachs ist jedoch vor allem auf den Ausbau der PV-Kapazitäten zurückzuführen und nicht auf höhere Sonneneinstrahlung.

Die Braunkohleverstromung ging um 5 % zurück, die Stromproduktion aus Steinkohle sogar um 36 %. Ursache dafür ist der Anstieg des CO₂-Zertifikatspreises von 66 auf 75 Euro pro Tonne. Dadurch ist Kohlestrom erneut teurer als Erdgasstrom. Gleichzeitig verringerte sich der Importüberschuss um ein Drittel. Den Rückgang bei Kohle- und Importstrom glichen insbesondere Erdgas (+ 26 %) sowie Wind- und Solarenergie aus. Der gesunkene Großhandelspreis für Erdgas war mit 3,3 Cent/kWh niedriger als im Vorjahr (3,6 Cent/kWh).

Insgesamt stammten im September 62,9 % des Nettostromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen. Bezogen auf die gesamte Stromerzeugung lag der Anteil sogar bei 66 %, da der Importüberschuss rund 5 % betrug.

Der durchschnittliche Day Ahead-Börsenpreis für Strom lag bei 8,35 Cent/kWh und damit etwas höher als im Vorjahr (7,8 Cent/kWh). Trotz des hohen Anteils an Wind- und Solarenergie führte der gestiegene CO₂-Preis zu diesem Anstieg.

Fazit: Der September 2025 war insgesamt ein guter Monat für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und somit auch für unser Klima.

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