Stromerzeugung im Oktober 2025

Grafik: Die verschiedenen Erzeugungsarten in Säulen dargestellt

Der Oktober 2025 war endlich ein ausgesprochen windreicher Monat. Die Windkraftanlagen erzeugten 16,62 TWh Strom – rund 50 % mehr als im guten September 2025 und 57 % mehr als im Vorjahresmonat. Der Anteil des Windstroms am Nettostromverbrauch lag damit bei über 38 %.

Die Solarstromerzeugung hätte etwas höher ausfallen können und betrug 3,84 TWh, was einem Anteil von 9,4 % am Nettostromverbrauch entspricht – ein ähnlicher Wert wie im Oktober 2024. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass die installierte Leistung um 16 GW beziehungsweise 16 % höher war als im Vorjahr.

Die Kohlekraftwerke erzeugten zusammen noch 7,78 TWh Strom, was weniger als 20 % des Verbrauchs entspricht – ein Rückgang um 22 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Erdgaskraftwerke hingegen produzierten 5,08 TWh und damit 42 % mehr als im Oktober 2024. Erstmals im Jahr war der Stromimport und -export im Oktober ausgeglichen. Der Beitrag von Biomasse- und Wasserkraft ging leicht zurück.

Der Stromverbrauch stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,5 %. Dennoch wurden 62,1 % des Nettostromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gedeckt – ein sehr guter Wert, vor allem dank der Windenergie. Im Jahresmittel liegt der Anteil der Erneuerbaren nun bei 57,8 %, also rund einen Prozentpunkt höher als im Vorjahr. Wären die ersten drei Monate des Jahres nicht so windarm gewesen, läge der Anteil bereits über 60 %.

Der durchschnittliche Day-Ahead-Börsenpreis für Strom betrug 8,44 Cent/kWh. Der Marktwert Solar, für uns besonders relevant, dürfte wieder auf über 5 Cent/kWh steigen.

Fazit:
Der Oktober 2025 war – ebenso wie der September – ein sehr guter Monat für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und damit auch für das Klima.

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