Stromerzeugung November 2025

Grafik: Erzeugung in Säulen dargestellt

Der November 2025 war erneut ein sehr schwacher Windmonat. Die Windkraftanlagen erzeugten 12,58 TWh – genauso viel wie im November 2024, aber 25 % weniger als im Oktober 2025. Der Anteil des Windstroms am Nettostromverbrauch lag damit bei 30 %.

Die Solarstromerzeugung war mit 2,27 TWh für einen November normal. Sie lag zwar um 0,6 TWh über dem Vorjahresmonat, was jedoch auf den hohen Zubau von 16 GWp zurückzuführen ist. Der Anteil am Nettostromverbrauch betrug 5,7 %.

Die Kohlekraftwerke erzeugten zusammen noch 9,77 TWh Strom, was 23,5 % des Verbrauchs entspricht. Einen starken Sprung nach oben machten diesmal die Erdgaskraftwerke: Sie produzierten 7,51 TWh und damit 18 % des Verbrauchs – oder 17 % mehr als im November 2024. Das liegt daran, dass die Stromerzeugung aus Erdgas inzwischen günstiger ist als aus Kohle. Der Beitrag von Biomasse- und Wasserkraft blieb in etwa gleich.

Der Stromverbrauch stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,3 %. Im November wurden 47,3 % des Nettostromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gedeckt – ein schwacher Wert, verursacht durch das geringe Windaufkommen. Im Jahresmittel liegt der Anteil der Erneuerbaren nun bei 56,8 % und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Wir hoffen jetzt auf einen windreichen Dezember.

Der durchschnittliche Day-Ahead-Börsenpreis für Strom betrug 10,19 Cent/kWh, ein hoher Wert. Ein schwacher Windmonat, treibt den Börsenstrompreis nach oben. Der Marktwert von Solar- und Windstrom dürfte deshalb ebenfalls bei rund 10 Cent je kWh liegen.

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