Börsenstrompreise November 2025

Grafik: Grafische Darstellung der einzelnen Preise

Zum Jahresende, verbunden mit einem höheren Stromverbrauch, steigen die Börsenstrompreise wieder an. Dieser Anstieg ist auch darauf zurückzuführen, dass die Windstromerzeugung im November vergleichsweise schwach ausgefallen ist. Der Monatsmarktwert für Solarenergie erhöhte sich im November auf 9,09 Cent je Kilowattstunde und erreichte damit nahezu den Höchstwert vom Januar 2025. Auch Windstrom verteuerte sich an der Börse deutlich: Mit 8,93 Cent pro Kilowattstunde lag der Preis erheblich über dem Niveau des Vorjahres.

Der allgemeine Spotmarktpreis stieg im November auf 10,19 Cent je Kilowattstunde. Im Jahresdurchschnitt wird ein Wert von 8,95 Cent erwartet – rund ein Cent mehr als im Jahr 2024, als der Durchschnittspreis bei 7,96 Cent lag. Gründe für diesen Anstieg sind zum einen das geringe Windangebot im Jahr 2025 und zum anderen die höheren Kosten der Stromerzeugung aus fossilen Kraftwerken. Dabei wirkten sich insbesondere die gestiegenen Preise für CO₂-Zertifikate aus, die im Dezember mit nahezu 83 Euro pro Tonne ihren bisherigen Jahreshöchststand erreichten. Als Vergleich: Um CO₂ wieder aus der Atmosphäre zu entnehmen, wird mit Kosten zwischen 200 bis 1000 Dollar je Tonne gerechnet. Um den Klimawandel zu verlangsamen müssen wir CO₂ wieder entnehmen.

Der Gaspreis hingegen erreichte zum Jahresende einen Tiefpunkt. Trotz des Ukrainekriegs besteht auf dem Weltmarkt ein Überschuss an LNG. Dies ist einerseits auf die Ausweitung des umweltbelastenden Fracking-LNGs aus den USA zurückzuführen und andererseits auf die geringere Nachfrage in Asien. Inzwischen stammt etwa die Hälfte des in Deutschland genutzten LNGs aus den USA. Größter Gaslieferant bleibt jedoch weiterhin Norwegen, das rund 50 Prozent des Erdgas-Bedarfs über Pipeline-Lieferungen deckt. Der Großhandels-Preis für Erdgas ist im Dezember 2025 rund 2 Cent/kWh günstiger als zum Jahresanfang 2025.

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