
Grafik: Vergleich der verschiedenen Heizungen bezogen auf ein Hektar
Derzeit gibt es große Diskussionen über die angebliche Abschaffung des „Heizungsgesetzes“, das in dieser Form jedoch gar nicht existiert, sowie über dessen möglichen Ersatz durch ein Gebäudemodernisierungsgesetz durch die jetzige Bundesregierung.
Ich habe die Effizienz verschiedener, technologieoffener Heizsysteme miteinander verglichen. Konkret geht es um den Vergleich einer Wärmepumpe mit Heizsystemen auf Basis von Wasserstoff, E-Fuels oder Biomethan. Die Ergebnisse sind interessant.
Mit einem Hektar Solarfläche kann ich mithilfe einer Wärmepumpe rechnerisch etwa 267 Wohnhäuser beheizen. Wird der erzeugte Strom hingegen zunächst in Wasserstoff umgewandelt, dieser komprimiert und transportiert – selbst unter Berücksichtigung der bei der Wasserstoffproduktion anfallenden Abwärme – können nur noch etwa 55 Häuser beheizt werden. Werden aus dem Wasserstoff zusätzlich E-Fuels hergestellt, sinkt die Zahl der versorgbaren Häuser auf rund 44. Eine weitere Möglichkeit ist das Heizen mit Biogas beziehungsweise Biomethan. Hier reicht die gleiche Energiemenge lediglich für etwa 5 Häuser.
Aktuell beträgt der Anteil von Biomethan im Erdgasnetz etwa 1,4 Prozent, wobei ein Teil davon bilanziell aus dem Ausland angerechnet wird. Ab 2029 sollen 10 Prozent sogenannte „grüne Gase“ beigemischt werden. Das bringt erheblicher Mehrkosten.
Die Herstellungskosten verdeutlichen die Unterschiede:
Biomethan kostet etwa 15 bis 20 Cent pro kWh, Wasserstoff derzeit über 20 Cent und E-Fuels über 30 Cent pro kWh. Erdgas liegt im Vergleich bei unter 5 Cent pro kWh. Die Erzeugungskosten für Solar- oder Windstrom betragen hingegen nur etwa 4 bis 8 Cent pro kWh.
Fazit: Aus Effizienz- und Kostensicht erscheint die Fokussierung auf Wasserstoff, E-Fuels und Biomethan im Wärmesektor wenig sinnvoll und ist reine Verschwendung vor Ressourcen. Eine stärker strombasierte Lösung mit Wärmepumpen würde deutlich mehr Haushalte mit derselben erneuerbaren Energiemenge versorgen, wäre billiger und hätte einen deutlich, größeren Klimaeffekt.