
Grafik: Einzelne Erzeugungsarten in Säulen dargestellt.
Der Monat Februar war ausgesprochen solarschwach. Dank eines kräftigen Zubaus von rund 16 GW Photovoltaikleistung fiel die Stromproduktion mit 2,54 TWh dennoch nur um 16 % geringer aus als im Vorjahresmonat. Die Sonnenscheindauer betrug im Februar 2025 noch 93 Stunden, im Februar 2026 hingegen lediglich 57 Stunden.
Die Stromerzeugung aus Windenergieanlagen erreichte 14,77 TWh und lag damit rund 50 % über dem Vorjahreswert, blieb jedoch weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt. Insgesamt deckten die erneuerbaren Energien 53,1 % des Nettostromverbrauchs ab. Im Februar 2025 hatte dieser Anteil noch 42,4 % betragen, im Januar 2026 waren es 49,8 %. Der Stromverbrauch insgesamt stieg gegenüber dem Vorjahr um 2 %.
Die Kohlekraftwerke erzeugten rund 10 % weniger Strom als im Vorjahr, während die Erdgasverstromung um 5 % zunahm. Die Stromproduktion aus Erdgas lag damit über der aus Braunkohlekraftwerken. Hauptgrund hierfür sind die gesunkenen Gaspreise. Aktuell ist die Stromerzeugung in Steinkohlekraftwerken die teuerste konventionelle Erzeugungsart: Strom aus Gaskraftwerken ohne Wärmenutzung kostet derzeit etwa 10 ct/kWh, aus Steinkohlekraftwerken hingegen über 13 ct/kWh. Diese Preise werden sich aber wegen dem Iran-Krieg deutlich erhöhen.
Der durchschnittliche Day-Ahead-Börsenstrompreis lag im Februar bei 9,66 ct/kWh und damit 1,35 ct unter dem Wert vom Januar 2026. Ursächlich hierfür war der höhere Anteil von Wind- und Solarstrom an der Stromerzeugung.
Ich bin gespannt, wie sich der Iran-Konflikt jetzt auf die Energiepreise auswirkt. Glücklich, wer viel Solarstrom erzeugt und diesen sowohl für Mobilität als auch für Wärme nutzt.