
Grafik: Vergleich E-10 mit E-Auto
Beim Kraftstoff E10 steht das „E“ für Ethanol und die „10“ für einen Anteil von 10 % Ethanol im Benzin. In Deutschland werden derzeit etwa 230.000 Hektar Marktfrüchte wie Mais, Zuckerrüben, Weizen etc. angebaut, um daraus Ethanol herzustellen, das anschließend dem Benzin zu 10 % beigemischt wird.
Zum Vergleich: Bis 2045 sollen in Deutschland rund 165.000 Hektar Freiflächen-Photovoltaikanlagen installiert werden. Gleichzeitig hört man häufig die Behauptung, dass durch Solaranlagen nicht mehr genug Fläche für Nahrungsmittel vorhanden sei oder wir sogar hungern müssten.
Zur Einordnung: Mit der Energieausbeute eines Hektars Ethanol kann man etwa drei Autos ein Jahr lang fahren lassen.
Mit der Stromausbeute eines Hektars Solarpark können dagegen etwa 400 Elektroautos ein Jahr lang betrieben werden.
Die aktuell für Ethanol genutzten 230.000 Hektar liefern also Energie für ungefähr 700.000 Autos. Würde man auf dieser Fläche stattdessen Solarparks errichten, könnten damit rund 100 Millionen Elektroautos ein Jahr lang fahren. Zum Vergleich: In Deutschland sind derzeit etwa 49 Millionen Autos zugelassen.
Fazit: Wer sich über den Flächenverbrauch von Solarparks aufregt, sollte zuerst den Flächenverbrauch für Ethanol im Kraftstoff E10 hinterfragen.
Biosprit für die Mobilität oder Grüngas und Bioöl zum Heizen sind ineffizient, teuer und nicht genug verfügbar. Und gerade diese Technologien möchte jetzt die Bundesregierung mit dem neuen Heizungsgesetz oder dem Verbrenner-Aus, einsetzen und fördern. Das ist schwarze Ideologie.