
Grafik: Stromerzeugung nach Energieträgern (Säulendiagramm)
Der Monat März lag mit einer Durchschnittstemperatur von 2,8 Grad über dem Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990. Infolge der höheren Solareinstrahlung erreichte die Solarstromerzeugung mit 7,36 TWh einen neuen Rekordwert für einen Märzmonat – rund 13 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch die Windstromproduktion lag mit einem Plus von 37 % deutlich über dem Wert vom März 2025. Dieser starke Anstieg relativiert sich jedoch, da der März des Vorjahres außergewöhnlich windschwach war.
Die Stromerzeugung aus Biomasse und Wasserkraft ist weiterhin leicht rückläufig. Zudem war der März mit einem Niederschlagsdefizit von 35 % deutlich zu trocken.
Die Stromproduktion aus Kohle- und Gaskraftwerken verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5 % bzw. 13 %. In diesem Zusammenhang übertraf die Solarstromerzeugung in einem Märzmonat erstmals die Braunkohleverstromung.
Import und Export von Strom hielten sich weitgehend die Waage; insgesamt ergab sich ein leichter Exportüberschuss von 0,15 TWh.
Erneuerbare Energien deckten im März 57,9 % des Nettostromverbrauchs. Dabei entfielen rund 28 % auf Windenergie und gut 18 % auf Solarenergie. Der gesamte Stromverbrauch stieg im Vergleich zum Vorjahr um etwa 1 %.
Trotz des gestiegenen Angebots an Wind- und Solarstrom lag der durchschnittliche Day-Ahead-Börsenstrompreis im März bei 9,93 ct/kWh und damit leicht über dem Niveau vom Februar 2026. Maßgeblich hierfür sind unter anderem die Auswirkungen des Iran-Konflikts, der die Preise für fossile Energieträger steigen lässt. Auch der verstärkte Einsatz von Kohle weltweit führte zu höheren Steinkohlepreisen.
Die Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten bleiben in den kommenden Monaten weiterhin spannend. Schön, wenn man davon unabhängig ist.