Weltweiter Kraftwerkszubau

Die in der Grafik für 2025 genannten Zahlen sind vorläufige Zahlen.

Betrachtet man den Nettozubau – also den Zubau abzüglich stillgelegter Kraftwerke – so lag der Anteil der erneuerbaren Energien 2025 weltweit bei 96 %. Damit wurde erneut ein Rekordwert erreicht.

Größter Treiber war die Photovoltaik, die einen Anteil von 70,9 % am Zubau erreichte und gegenüber dem Vorjahr um 25 % zulegte. Den stärksten prozentualen Zuwachs verzeichnete jedoch die Windenergie mit 32 %, ihr Anteil am Zubau lag bei 17,5 %. Auch Wasserkraft- und Biomasseanlagen wuchsen um rund 10 %.

Im Bereich der konventionellen Energien ging der Zubau von Kohlekraftwerken um 12 % zurück auf 35 GW. Gleichzeitig wurden 25 GW stillgelegt, sodass sich ein Nettozubau von 10 GW ergab. Deutlich zugenommen hat hingegen der Bau von Gaskraftwerken mit einem Plus von 29 %; ihr Anteil am Zubau lag bei 4,9 %.

Bei der Kernenergie war der Nettozubau negativ: Zwar wurden vier neue Kernkraftwerke in Betrieb genommen, gleichzeitig wurden jedoch sieben stillgelegt. Taiwan hat sich als Industrieland vollständig aus der Atomenergie verabschiedet.

Die im Jahr 2025 weltweit neu installierten erneuerbaren Stromerzeugungskapazitäten können jährlich etwa 4 % des globalen Strombedarfs decken. Da dieser jedoch jedes Jahr um rund 3 % wächst, wird deutlich, welche große Herausforderung noch vor uns liegt, bis die weltweite Stromerzeugung fast vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt ist.

Veröffentlicht von gswjogo

Fachgebiet: Erneuerbare Energien, Energiewende

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