Börsenstrompreis März 2026

G

Grafik: Entwicklung der Strompreise ab Januar 2025

Man könnte meinen, dass durch den Iran-Konflikt die Strompreise ebenfalls nach oben schießen. Diesmal ist es aber anders, als bei der Energiekrise 2022. Der durchschnittliche Börsenstrompreis lag im März 2026 mit 9,93 Cent pro kWh fast gleichauf mit den Vorjahresmonat (9,66 Cent). Hauptursache dafür ist der deutlich gestiegene Anteil erneuerbarer Energien. Zur Erinnerung, 2022 produzierten noch 3 Atomkraftwerke Strom. Im März 2022 lag der Börsenstrompreis bei über 25 Cent/kWh.

Durch die hohe Sonneneinstrahlung verringerte sich der Marktwert für Solarstrom auf 5,46 Cent pro kWh, der für Windstrom lag bei 7,54 Cent pro kWh.

In den kommenden Monaten ist aufgrund der stark zunehmenden Einspeisung von Solarstrom mit einem weiteren Rückgang der Strompreise zu rechnen.

Der CO-Preis lag im März 2026 bei 68,64 Euro pro Tonne und damit leicht unter dem Wert vom März 2025 (69,34 Euro). Hintergrund ist, dass weniger Kohle zur Stromerzeugung eingesetzt wurde und dadurch die Nachfrage nach CO-Zertifikaten gesunken ist.

Der Erdgaspreis lag mit 5,27 Cent pro kWh deutlich über dem Vorjahreswert von 4,31 Cent pro kWh. Gegenüber dem Februar 2026 stieg der Erdgaspreis sogar um 48 % auf 5,27 Cent pro kWh. Lassen wir uns überraschen, was hier die nächsten Monate auf uns zukommt. In jedem Fall ist eine rasche Elektrifizierung der Bereiche Mobilität und Wärme ratsam.

Stellen wir uns vor, wir wären bereits klimaneutral und wären unabhängig von Öl und Gas. Wie würde die Welt dann aussehen???

Veröffentlicht von gswjogo

Fachgebiet: Erneuerbare Energien, Energiewende

Hinterlasse einen Kommentar