
Der Strompreis an der Börse ist 2023 relativ stabil und weit unter den Werten von 2022. Im August ist der Spotmarktpreis gegenüber dem Juli leicht gestiegen. Gegenüber den anderen Monaten im Jahr 2023 reiht er sich auf den Level ein. Der Juli war ein Ausreißer nach unten, denn es war ein außerordentlicher guter Windmonat. Im Juli erzeugten die Windenergieanlagen so viel Strom wie normal in einem Wintermonat und der Verbrauch war niedrig. Der August war ein normaler Windmonat und ein eher schwacher Solarmonat. Deshalb der Preisanstieg. Ich rechne damit, dass jetzt in den kommenden Wintermonat sich der Börsenspotmarktpreis auf 10 Cent einpendelt. Der Marktwert Solar und Wind wird dann immer ca. 2 bis 3 Cent drunter sein. Wenn der Ausbau von Photovoltaik- und Windanlagen so weiter geht, wie momentan, wird sich in zwei Jahren der Preis auf den Juli Wert einpendeln. Ich rechne damit, dass 2023 in Deutschland insgesamt 16 GW Solar- und Windanlagen dazu gebaut werden. Gegenüber vor drei/vier Jahren eine Verdreifachung. Diese 16 GW erzeugen dann jährlich 21 TWh Strom, also 4,5 % unseres Nettostromverbrauchs oder so viel wir zwei Atomkraftwerke. Zurzeit ist der Kohlestrom die teuerste Stromerzeugungsart in Deutschland. Deshalb hat sich der Kohlestrom um ein Drittel minimiert und wird teilweise ersetzt durch Stromimporte aus Dänemark und Norwegen.