Stromproduktion Kalenderjahr 2023

2023 ist in mehrerer Hinsicht ein Rekordjahr für die Erneuerbaren Energien. In der Grafik ist die Stromproduktion für das Kalenderjahr 2023 zu sehen. Einsame Spitze bei der Stromproduktion waren die Windanlagen mit einem Anteil von 30,9 % und damit 20 % mehr als die Kohlekraftwerke zusammen. Der Nettostromverbrauch ist um 6,7 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Der Rückgang des Stromverbrauchs mit der starken Windstromerzeugung führte dazu, dass 2023 der Anteil der Erneuerbaren auf 59,7 % kletterte (Vorjahr 50,2 %). Auch die Stromerzeugung aus den Wasserkraftwerken verbesserte sich um 30 %, was auf Grund der vielen Regenfälle nachvollziehbar ist. Noch nie wurde in einem Kalenderjahr so wenig Kohlestrom erzeugt wie 2023. 2023 hatten wir also bisher den saubersten Strom. An Weihnachten gab es an 32 Stunden ununterbrochen mehr als 100 % erneuerbaren Strom im Netz. Die Monate Juli und Dezember waren mit jeweils 69 % die besten Monaten. 1,9 % unseres Strombedarfs wurden durch den Importüberschuss gedeckt, hier vor allem aus Dänemark. Der Börsenstrompreis (day ahead) fiel von 22 Cent/kWh 2022 auf unter 10 Cent 2023. Eigentlich lauter gute Nachrichten, wenn nicht auch 2023 das bisher wärmste Jahr war, seit es Temperaturaufzeichnungen gibt mit den schlimmsten Naturkatastrophen weltweit.

Veröffentlicht von gswjogo

Fachgebiet: Erneuerbare Energien, Energiewende

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