Stromerzeugung 2024

Grafik: Darstellung der einzelnen Erzeugungsarten

Gleich geht es im neuen Jahr weiter mit den Daten der Energieerzeugung. Das Jahr 2024 war allgemein ein etwas schwächeres Solarjahr und ein normales Windjahr, das aber schwächer war als das überdurchschnittliche Windjahr 2023. Der Nettostromverbrauch ist 2024 gegenüber dem Vorjahr um 1 % auf 462 TWh gestiegen. Der Anteil der Erneuerbaren Energien betrug dabei 56 %, nach 55,3 % in 2023. Man erhoffte sich einen höheren Anteil, aber die zweite Jahreshälfte war vom Windaufkommen schwächer. Den Prozentanteil der EE kann man verschieden darstellen. Einmal den Anteil an der Stromproduktion, hier betrug der Anteil ca. 60 %. Der Prozentsatz ist hier höher, weil die Bezugsquelle um den Importüberschuss gekürzt wird. Dann kann man den Anteil an den Bruttostromverbrauch darstellen, hier liegt der Anteil bei ca. 53 %. Der Bruttostromverbrauch enthält zusätzlich die Verluste bei der Stromerzeugung der fossilen Kraftwerke und der Netzverluste. Beim Nettostromverbrauch, den ich verwende, geht man von dem Stromverbrauch aus, der aus der Steckdose kommt.

Fast ein Drittel unseres Stroms mit 32.3 % wurde durch die Windanlagen erzeugt. In absoluten Zahlen erzeugten die Erneuerbaren etwas mehr Strom als 2023. Dies war bedingt durch den massiven Zubau der Photovoltaik Anlagen. Die Kohlestromerzeugung ging um 15 % zurück. Dieser Rückgang wurde durch eine Erhöhung der Erdgasverstrommung sowie von Importen aus den Ländern wie Dänemark, Frankreich, der Schweiz und Norwegen ausgeglichen. Der Importüberschuss betrug 5,9 %. Importierter Strom ist preislich günstiger als unser Kohlestrom. Deshalb hatten wir 2024 den saubersten Strom, seit es die Bundesrepublik Deutschland gibt. Auch das Verhältnis von Windstrom zu Solarstrom ist genau richtig. Mit 2/3 Windstrom und 1/3 Solarstrom brauchen wir die wenigsten Speicher.

Der Ausblick auf das Jahr 2025: Nachdem im Jahr 2024 über 2.000 Windanlagen (12 GW) genehmigt wurden und 1.918 Anlagen (11 GW) einen Zuschlag von der Bundesnetzagentur erhielten (ein absoluter Rekord), wird der Zubau von Windanlagen richtig Fahrt aufnehmen. Auch der Zubau von PV-Anlagen geht in der Größenordnung von ca. 16 GW weiter. Das bedeutet, dass die Stromproduktion der Erneuerbaren 2025 auf ca. 285 TWh zunehmen wird. Der Nettostromverbrauch wird wohl um 2 % auf 470 TWh steigen. Somit wird der Anteil der Erneuerbaren bei über 60 % liegen unter der Voraussetzungen auf normale Wind- und Solarjahre. Die große Herausforderung die 2025 auf uns zukommt, ist die Beschleunigung des Netzausbau, sowie der Zubau von chemischen Großspeichern. Die nehmen jetzt richtig Fahrt auf.

Veröffentlicht von gswjogo

Fachgebiet: Erneuerbare Energien, Energiewende

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