
Grafik: Import-Export Überschuss 2024
2024 betrug der Stromimport-Überschuss 5,9 % unseres Nettostromverbrauchs. Deutschland importierte also mehr Strom als sie in andere Länder lieferte. Der Import-Überschuss war gerade von den Ländern Frankreich und Dänemark sehr groß. Aber auch die Schweiz und Norwegen lieferten Strom nach Deutschland. Einen Export-Überschuss hatten wir zu unseren Nachbarländer Österreich, Polen, Tschechien und Luxemburg.
2024 ging die Verstromung von Kohle um 15 % zurück und erreichte einen absoluten Tiefpunkt. Kohlestrom war einfach zu teuer. Deshalb kauften unsere Netzbetreiber lieber billigeren Strom aus den Nachbarländern zu. Der europäischer Stromverbund funktionierte und setzt immer auf den günstigsten Strom. Beim Import von Strom aus Dänemark ist auch Strom aus Schweden mit dabei. Dieser wird über Dänemark nach Deutschland durchgeleitet. Seit 2024 produzierten die französischen Atomkraftwerke ohne große Unterbrechungen. Deshalb der hohe Überschuss aus Frankreich. Der Importüberschuss hat nichts mit dem Ausstiegs Deutschland aus der Atomenergie zu tun, denn wir brauchen die Stromimporte nur in Zeiten bei zu wenig Wind und Sonne.
Ausblick: Durch den starken Zubau von Photovoltaik- und Windanlagen wird sich der Import-Überschuss verringern. Außerdem beginnt jetzt die Zeit mit chemischen Großspeichern, welche gerade den Solarstrom in die Nacht verschieben können.