
Preissteigerung der Energie 2016 – 2025 (Säulendiagramm)
Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis), Verbraucherpreisindex (Jahresmittel 2016–2025), Warengruppen Lebensmittel, Kraftstoffe, Erdgas und Heizöl; Verivox, durchschnittliche Strompreise für Neukunden (Jahresmittel 2016–2025); eigene Berechnungen.
Immer wieder liest man in den Medien, Strom ist teuer oder hohe Energiekosten sind schuld an der Insolvenz mancher Betriebe. Interessant wird es, wenn man die tatsächliche Preisentwicklung der letzten 10 Jahre betrachtet.
Strom ist billig, fossile Energieträger sind teuer. So lautet die Auswertung. Die allgemeine Inflationsrate betrug im Zeitraum 2016 bis 2025 (10 Jahre) 28,3 %. Zu den größten Preistreibern gehörten Lebensmittel mit 43 %. Die Preise für Benzin stiegen um 32 %, für Erdgas um 35 %, für Diesel um 49 % und für Heizöl um 55 % (Quelle Destatis). Fossile Energieträger hatten somit einen wesentlichen Anteil an der Inflationsrate. Die Preissteigerungen auf Grund der Iran-Krise sind hier noch nicht berücksichtigt.
Der durchschnittliche Strompreis für Neukunden stieg im gleichen Zeitraum dagegen nur um rund 3 % (Verivox Neukundentarife) . Dabei handelt es sich nicht um die Grundversorgung, sondern um marktübliche Neukundentarife. Da Haushalte ihren Stromanbieter frei wählen können, sind diese Preise für einen Preisvergleich besonders aussagekräftig. Also, wer noch in der Grundversorgung ist und sich über teuren Strom beschwert, sollte einfach wechseln.
Der vergleichsweise geringe Anstieg der Neukundenpreise ist unter anderem auf den starken Ausbau von Solar- und Windanlagen zurückzuführen, die die Strompreise am Großhandelsmarkt drücken. Deshalb muss es heißen, teure fossile Energie.