
Grafik zeigt die allgemeinen Spotmarktpreise sowie Marktwerte Solar und Wind
Der Börsenstrompreis (Day-Ahead) hat im August mit 12,69 Cent pro kWh, einen Jahreshöchststand erreicht, liegt aber weiterhin im der unteren Hälfte Europas. Das ist insofern ungewöhnlich, weil im August der Anteil der Erneuerbaren an dem Stromverbrauch mit 68,8 % relativ hoch war. Ein wesentlicher Grund für die hohen Strompreise waren die gestiegenen Erdgaspreise. Der Gaspreis hat sich, dank Trump, mehr als verdoppelt.
Durch den Merrit-Order-Effekt bestimmt das jeweils teuerste benötigte Kraftwerk den Börsenstrompreis. Erdgas bleibt teuer. Unsere und auch die europäischen Erdgasspeicher sind nur gut halb gefüllt und müssen vor dem Winter aufgefüllt werden, was die Nachfrage nach Erdgas erhöht. Durch die Dunkelflaute von Kernkraftwerken und auch Wasserkraftwerken wurde vermehrt Erdgas für die Stromproduktion eingesetzt.
Infolge des gestiegenen Börsenstrompreis legte der Marktwert für Windstrom kräftig zu und erreichte im August 11,9 Cent pro kWh ebenfalls einen Jahreshöchststand. Auch der Marktwert für Solarstrom kletterte im August auf 6,6 Cent pro kWh.
In den kommenden Monaten dürfte der Marktwert für Solarstrom weiter steigen, da die Solarproduktion nachlässt. Beim Windstrom ist dagegen mit einem sinkenden Marktwert zu rechnen, wenn die Windproduktion in den Herbst- und Wintermonaten zunimmt.