Stromproduktion September 2026

Stromerzeugung im September 2026: Erneuerbare erreichen 67 Prozent

Die Werte in der Grafik beinhalten jetzt auch den Eigenverbrauch. Gerade beim Solarstrom ist das wichtig, da ein Teil des erzeugten Stroms, wie auch Erdgasstrom direkt vor Ort verbraucht wird und deshalb nicht in der öffentlichen Stromerzeugung erscheint.

Der September 2026 war wieder ein besonderer Monat: Er war zu trocken und zugleich sehr sonnenreich. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Nettostromverbrauch einschließlich Eigenverbrauch lag bei 67 Prozent. Damit war der September erneut ein überdurchschnittlicher Monat. Im bisherigen Jahresverlauf kommen die erneuerbaren Energien auf rund 61 % des Stromverbrauchs – etwa 6 Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum.

Bei der Stromerzeugung überholte der Windstrom wieder den Solarstrom. Die Windanlagen erzeugten im September 11,44 TWh Strom und deckten damit rund 30 Prozent des Nettostromverbrauchs. Das entspricht etwa dem Niveau des Vorjahresmonats. Der Solarstrom erreichte mit 10,45 TWh für einen September einen absoluten Rekord. Die Solarstromerzeugung lag 39 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Erwartungsgemäß ging die Stromerzeugung aus Wasserkraft aufgrund der anhaltenden Trockenheit erneut stark zurück. Auch die Stromerzeugung aus Biomasse nahm leicht ab.

Interessant ist die Entwicklung bei den fossilen Energieträgern: Auch Kohle und Erdgas erzeugten deutlich mehr Strom. Die Zunahme gegenüber dem September 2026 lag bei etwa 20 bis 25 Prozent. Ursache waren unter anderem die gestiegene Stromnachfrage und die hohen Börsenstrompreise in Europa. Im September wurden rund 2 Prozent der deutschen Stromerzeugung ins Ausland exportiert (Exportüberschuss).

Trotz des hohen Anteils erneuerbarer Energien lag der durchschnittliche Börsenstrompreis im September bei 14,48 Cent je kWh. Im Vorjahresmonat waren es lediglich 8,35 Cent je kWh.

Die hohen Gaspreise, die unter anderem durch die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten beeinflusst wurden, sowie die außergewöhnliche Trockenheit mit geringerer Stromerzeugung aus Wasserkraft und teilweise auch aus thermischen Kraftwerken (AKW’s in Europa) haben zusammen mit den globalen Unsicherheiten den europäischen Strommarkt belastet. Dadurch erreichten die Strompreise im September ein Jahreshoch.

Veröffentlicht von gswjogo

Fachgebiet: Erneuerbare Energien, Energiewende

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